Im Jahr 2002 wurde die Riester-Rente eingeführt, die es jedem Menschen ermöglichen soll, private Rücklagen für den Ruhestand anzusparen.

Die wenigsten Vertragsinhaber wissen, wie die Rente richtig funktioniert. Die Besteuerung der Riester-Rente ist ein kompliziertes Thema. Bei der Besteuerung der Riester-Rente muss zwischen der Anspar- und Auszahlphase unterschieden werden.

Die Besteuerung der Riester-Rente in der Ansparphase

Riester-Sparer profitieren während der Ansparphase von attraktiven Zulagen und Förderungen. Alle Einzahlungen, Zulagen und Wertzuwächse sind in der Ansparphase komplett von der Steuer befreit.

Eigene Einzahlungen können bis zu einer bestimmten Grenze in der eigenen Steuererklärung geltend gemacht werden. Wertzuwächse sind nicht von der Abgeltungssteuer betroffen. Im Bereich der Fondssparpläne sind sämtliche Erträge von der Abgeltungssteuer nicht betroffen.

Bei der Riester-Rente wird von einer sogenannten nachgelagerten Versteuerung gesprochen. Das bedeutet, dass die komplette Steuerlast erst zu einem späteren Zeitpunkt vom Vertragsinhaber getragen werden muss. Bei der Riester-Rente erfolgt die Versteuerung in der Auszahlphase.

Die Besteuerung der Riester-Rente in der Auszahlphase

Bei der Versteuerung in der Auszahlphase muss jedoch unterschieden werden, ob der Vertrag vor dem 60. Lebensjahr oder nach dem 60. Lebensjahr ausgezahlt wird. Wer den Vertrag vor dem 60. Lebensjahr ausgezahlt bekommt, muss sämtliche Steuervorteile und Zulagen zurückzahlen.

Dadurch kann die lebenslange Versteuerung umgangen werden. Wer sich den Vertrag erst später auszahlen lässt, muss die Renten mit seinem persönlichen Steuersatz versteuern. Riester-Sparer können sich bis zu 30 % des gesamten Vermögens direkt aus dem Vertrag auszahlen lassen. Diese 30 % müssen komplett versteuert werden. In der Auszahlungsphase müssen alle Beträge komplett versteuert werden.