Wie häufig bei staatlichen Förderungen und Zuschüssen ist es auch für an der Riester-Rente interessierte nicht immer einfach, den Überblick zu behalten.

Zudem gibt es für viele Personen- und Berufsgruppen, die eigentlich nicht zulagenberechtigt sind, Möglichkeiten, trotzdem in den Genuss der Riester-Rente zu kommen.

Unmittelbare Zulagenberechtigte der Riester-Rente

Einen Anspruch auf Förderung durch die Riester-Rente haben jene Personen, die in Paragraf§§ 10a des Einkommenssteuergesetzes genannt sind. Den mit Abstand größten Anteil bilden die in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversicherten Arbeitnehmer (inklusive der Auszubildenden), die Beamten sowie Personen in ”beamtenähnlichen˜ Dienstverhältnissen wie Richter, Soldaten oder Amtsträger.

Soweit ein geringfügig Beschäftigter eine Aufstockung des Rentenversicherungsbeitrages beim Arbeitgeber beantragt und damit auf die Sozialversicherungsfreiheit verzichtet, ist auch er zulagenberechtigt.

Gerade durch diese Regelung ergeben sich hervorragende Gestaltungsmöglichkeiten für Selbstständige und deren Ehepartner, aber auch für Studenten: Nimmt ein Student eine geringfügige Beschäftigung auf und zahlt den erhöhten Rentenversicherungsbeitrag, erwirbt er damit eine unmittelbare Zulagenberechtigung in der Riester-Rente.

Mittelbare Zulagenberechtigte der Riester-Rente

Generell lässt sich sagen, dass die Ehepartner von unmittelbar zulagenberechtigten Personen ebenfalls Zulagen bekommen können, soweit sie nicht dauerhaft von diesen getrennt leben. Zwingende Voraussetzung für diese Riester-Förderung von immerhin 154,- € jährlich ist ein eigener Sparvertrag mit einem Mindestbeitrag in Höhe von 60,- € pro Jahr.