Die Riester-Rente ist erneut der Auslöser für einen heftigen Streit geworden, denn die Verbraucherzentrale Hamburg rät den Bundesbürgern davon ab, die Riester-Rente bei einer Versicherung abzuschließen und empfiehlt diesen stattdessen sich an eine Bank oder eine Honorarberatung zu wenden.

Die Versicherungen wollen das nicht auf sich sitzen lassen und verteidigen sich, indem sie darauf hinweisen, dass auch diese Alternativen beim Kunden Kosten verursachen.

Verbraucherzentrale Hamburg übt heftige Kritik an Versicherungsunternehmen

Die Riester-Rente ist eines der größten Reizthemen im Bereich der Altersvorsorge und nun hat die Verbraucherzentrale Hamburg (VZHH) erneut eine hitzige Debatte ausgelöst, als sie den Versicherten in Deutschland davon abriet, eine Riester-Rente bei einer Versicherung abzuschließen.

Die Verbraucherzentrale vertritt nämlich die Ansicht, dass die Riester-Rentenversicherungen mit sehr hohen Kosten verbunden seien und nur wenig Rendite bringen würden. Das Kapital, das die Versicherten in die Riester-Rentenversicherungen einzahlen, würde nicht wachsen, sondern stagnieren oder gar sich in ein Minus umkehren. Die Verbraucherzentrale Hamburg nennt auch Alternativen, die sie für viel lukrativer für die Versicherten** hält.

So schlägt die Verbraucherzentrale vor, dass diese ihre Riester-Rente bei einer Bank abschließen und sich anstatt von Versicherungsmaklern beraten zu lassen stattdessen an die Honorarberatung wenden sollen. So entstünden viel weniger Kosten.

Versicherungsunternehmen wehren sich gegen die Vorwürfe

Naturgemäß wollen die Versicherungen diese Vorwürfe nicht unkommentiert stehen lassen und sind folglich selbst in die Offensive gegangen. So sei es nicht wahr, dass durch die Honorarberatung und das Abschließen einer Riester-Rente bei einer Bank oder Sparkasse für den Kunden ein finanzieller Vorteil entstehe.

Schließlich fielen auch bei dieser Art der Altersvorsorge hohe Kosten an und zudem würden die Versicherungsmakler auf Provisionsbasis Leistungen erbringen, zu denen die Honorarberatung nicht in der Lage sei. Es seien die Versicherungsmakler gewesen, die die Bundesbürger auf die Lücken in ihrer Altersvorsorge hingewiesen und sie dazu ermutigt hätten, private Altersvorsorge zu betreiben.

Auch stellten die Versicherungsunternehmen klar, dass in der Vergangenheit mehrmals der Beweis erbracht worden sei, dass die Riester-Rentenversicherung den Versicherten eine ausreichende Rendite erbringen würde. Die Unternehmen aus der Versicherungsbranche (u.a. Ergo und Allianz) warfen der VZHH vor, die Riester-Sparer zu verunsichern und den Versicherten in Deutschland die Unwahrheit zu sagen.

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